Entwicklungszusammenarbeit

Soziale Globalisierung

Unsere Welt wächst zusammen. Ein Blick auf unsere Alltagsgegenstände, Kleidung, etc. zeigt das recht deutlich. Entscheidend ist, dass diese Entwicklung nicht nur zum Wohle weniger, sondern zum Wohle aller Menschen geschieht. Aktuell sind die Globalisierungsprozesse vor allem durch gesellschaftliche Verteilungsungerechtigkeiten geprägt. Während ein kleiner Teil der Welt in Wohlstand lebt, ist ein großer Teil von der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt. Oftmals können Menschen, die eine Arbeitsstelle haben nicht von ihrem Lohn leben. Hinzu kommt, dass sie unter den menschenunwürdigsten Bedingungen arbeiten müssen, auch für Produkte, die sich bei uns großer Beliebtheit erfreuen: Kleidung, Smartphones, Schuhe, etc.

Deshalb setze ich mich als Entwicklungspolitiker für faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Gute Löhne, soziale Absicherung, gewerkschaftliche Vertretung und ein sicherer Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten eine Selbstverständlichkeit sein. 

 

Als Mitglied des Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie entwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion beschäftige ich mich auch in diesem Bereich mit ursozialdemokratischen Themen: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Die Entwicklungszusammenarbeit stellt eine Querschnittsaufgabe dar und betrifft Armutsbekämpfung, genauso wie Weltwirtschafts- und Klimapolitik, aber auch sicherheitspolitische Fragen. In einer globalen Welt tragen wir eine gemeinsame Verantwortung, die globalen Ressourcen gerecht zu verteilen und zu verhindern, dass Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten müssen.

Im Jahr 2000 hat die Weltgemeinschaft mit den Millenniumsentwicklungszielen (millennium development goals - MDGs) ein Versprechen abgegeben, bis 2015 extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, eine allgemeine Grundschulbildung zu ermöglichen, die Kindersterblichkeit zu senken, die Gesundheit von Müttern verbessern, HIV/Aids, Malaria und andere schwere Krankheiten zu bekämpfen, die ökologische Nachhaltigkeit zu sichern und eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufzubauen. Bei vielen dieser Ziele konnten bis heute große Fortschritte erzielt werden, es sind aber längst nicht alle Ziele erreicht worden. Daher wurden in diesem Jahr die neuen UN-Nachhaltigkeitsziele (sustainable development goals – SDGs) verabschiedet. Im Vergleich zu den MDGs sind sie zum einen breiter angelegt (17 Ziele mit 169 Unterzielen) und zum anderen gelten sie für alle Staaten. Denn auch die reichen Industrienationen müssen sich entwickeln, damit wir unser Ziel von einer freien, gerechten und solidarischen Weltgemeinschaft irgendwann erreichen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft (AG) wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bin ich für die Themenbereiche „soziale Gestaltung von Globalisierung“ und „Gesundheit“ sowie für die Region Südostasien zuständig.

 

Gesundheit

Spätestens die Ebola-Epidemie hat uns gezeigt, wie wichtig das Thema Gesundheit in einer globalisierten Welt ist, denn Krankheiten machen nicht an Grenzen halt. Während wir in Deutschland ein funktionierendes Gesundheitssystem und den Zugang zu Medikamenten für selbstverständlich halten, sieht das in vielen der Entwicklungs- und Schwellenländern anders aus.
Oftmals kann medizinische Hilfe gar nicht in bestimmte Gebiete vordringen, da keine Infrastruktur vorhanden ist. Vielerorts haben die Menschen nicht einmal Zugang zu einem Mindestmaß an gesundheitlicher Versorgung. Hinzu kommt, dass an vielen Krankheiten, dazu zählte lange auch Ebola, kaum geforscht wurde, da sie hauptsächlich in Entwicklungsländern auftreten und damit die Gewinnmarchen gering sind. Ich bin der Meinung, dass es nicht sein kann, dass Gesundheit abhängig vom Geldbeutel ist, denn jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene gesundheitliche Versorgung.

 

Südostasien

In der AG wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sind die Zuständigkeiten nicht nur nach Themengebieten, sondern auch nach Regionen aufgeteilt. Neben meinen Themen „Soziale Gestaltung von Globalisierung“ und „Gesundheit“ bin ich daher auch für die Region Südostasien zuständig. 
Nach der schweren Finanzkrise 1997/1998 haben sich die Volkswirtschaften Südostasiens Anfang des Jahrzehnts erholt und profitieren mittlerweile auch vom wirtschaftlichen Aufschwung in Asien mit den Vorreitern China und Indien. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es auch hier ein großes Gefälle zwischen arm und reich unter den einzelnen südostasiatischen Staaten, wie auch innerhalb der Staaten. Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen sind weitere Herausforderungen in der Region.

 

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