Ja zum Leben!

Veröffentlicht am 14.09.2009 in Pressemitteilungen

Rebmann wirbt für Entscheidung zur Organspende

Rund 12 000 schwerkranke Menschen in Deutschland brauchen ein neues Organ. Weil es zu wenig Spender gibt, sterben jeden Tag durchschnittlich drei bedürftige Menschen. „Jeder von uns kann plötzlich selbst durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall in die Situation geraten, auf ein neues Organ angewiesen zu sein“, betont der SPD-Bundestagskandidat Stefan Rebmann. „Spenden heißt Leben schenken“, wirbt er für die Entscheidung zur Organspende.

Dass auch sein Sohn einmal betroffen sein sollte, davon ahnte Thorsten Roprecht aus Heidelberg während der Schwangerschaft seiner Frau noch nichts. Nach der nahezu problemlos verlaufenden Schwangerschaft diagnostizierten Ärzte kurz nach der Geburt seines Sohnes Timon eine schwere Leberkrankung, die sich im Laufe von Stunden stetig verschlechterte. Nach vier Tagen offerierten die Ärzte den Eltern, dass ihr Sohn unbedingt eine neue Leber brauchte, sonst würde er das Wochenende nicht überleben. "Mit am Schlimmsten war die Ungewissheit, wo wir ein Organ herbekommen", erinnert sich Thorsten Roprecht an die Zeit vor sieben Jahren. Kein Organ war verfügbar. Doch die Roprechts hatten Glück: „In Timons Fall kam auch eine Lebend-Spende in Betracht, und so wurde schließlich Timon´s Tante Spenderin. Heute ist Timon 7 Jahre alt und geht in die 2. Klasse.

Ähnlich wie Timon hoffen bundesweit 12.000 Menschen auf ein neues Organ. Etwa 800 Menschen benötigen ein Herz, 7700 eine Niere, 1900 eine Leber und mehr als 500 eine Lunge. Viele von ihnen warten jahrelang zwischen Hoffen und Bangen, und jeder Vierte wartet vergebens. Dabei, erklärt Rebmann, sei die Einstellung der Deutschen zum Thema Organspende eigentlich gar nicht so schlecht: In Umfragen sprächen sich 60 Prozent der Deutschen prinzipiell für die Organspende aus. Wirklich beschäftigen möge sich mit dem Thema anscheinend aber kaum jemand. In den meisten Fällen müssten die Angehörigen die Entscheidung treffen - und stimmten gegen eine Spende.

Rebmann empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, sich unbedingt einen Organspendeausweis zuzulegen, um seinen Angehörigen im Fall der Fälle eine solche Entscheidung abzunehmen. „Viele wissen gar nicht, dass man auf einem Organspendeausweis auch ankreuzen kann, dass man der Entnahme von Organen oder Gewebe NICHT zustimmt “, so Rebmann. „Sich im Vorfeld selbst zu entscheiden entlastet die Angehörigen von einer schwierigen Entscheidung in einer ohnehin schon schwierigen Situation“.

Wie wichtig es ist, dass sich Menschen mit dem Thema Organspende befassen, hat Andreas Bohrmann aus Ludwigshafen am eigenen Leibe erfahren. „Dem Tod eines anderen Menschen habe ich es zu verdanken, dass ich mein neues, zweites Leben leben darf und es mir heute wirklich gut geht“, so Bohrmann. Der 24jährige leidet an der chronischen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Bei den betroffenen Patienten ist in den meisten Fällen hauptsächlich die Lunge in Mitleidenschaft gezogen. Zähes Sekret verstopft nach und nach die Atemwege, wodurch die Patienten immer schlechter Luft bekommen. Letzter Ausweg für Andreas war eine Lungentransplantation. Nach neun Monaten ungewissen Wartens in der Klinik wurde er im Februar 2007 erfolgreich in der Charité transplantiert. Heute macht eine Ausbildung, führt eine glückliche Beziehung und hat ein Buch über seine Erfolgsgeschichte geschrieben („Tod als Chance“). Das Besondere: Jedem Buch liegt ein Organspendeausweis bei.

Weitere Infos zum Thema Organspende
http://www.todalschance.de
www.fuers-leben.de

 

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