Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters nicht auf Kosten anderer städtischer Notwendigkeiten!

Veröffentlicht am 02.08.2017 in Wahlkreis

In der Diskussion um Sanierung oder Abriss des Mannheimer Nationaltheaters fordere ich, dass zunächst einmal kostengünstigere Varianten einer Sanierung und auch Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Einrichtungen der Region geprüft werden. Außerdem müssen zur Finanzierung erhebliche Drittmittel eingeholt werden – vom Land Baden-Württemberg ebenso wie vom Verband Metropolregion Rhein-Neckar. Unser Nationaltheater ist von unschätzbarem Wert für Mannheim, mit einer Strahlkraft weit über die Region hinaus. Doch die derzeit veranschlagten Sanierungskosten sind mehr als erschreckend. Grundsätzlich stimme ich einer Sanierung eher zu als einem Abriss mit Neubau. Doch weitere dringende Notwendigkeiten, die die ganze Stadt betreffen, dürfen dadurch keinesfalls ins Hintertreffen geraten – etwa die anstehende Sanierung des Herschelbads, aber auch z.B. der Rheinauer Marktplatz oder Schulgebäude im Mannheimer Norden. Betrachtet man dann noch die harte, teils erbitterte Diskussion um die Kosten für die BUGA, bei der es ja immerhin um einen Grünzug für Mannheim und eine nachhaltige Stadtentwicklung geht, im Kontrast zu den nun veranschlagten Kosten für das Nationaltheater, muss man sichergehen, dass eine vernünftige Relation gewährleistet bleibt.

Was die Forderung nach Drittmitteln angeht, möchte ich daran erinnern, dass erst vor wenigen Monaten bei der Eröffnung des Mannheimer Maimarktes der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), die große Ausstrahlung und Bedeutung Mannheims als Hauptstadt der Metropolregion Rhein-Neckar betont hatte. Der Landesregierung muss klar sein, dass zur "Hauptstadt einer Metropolregion" ein repräsentatives Theater unbedingt dazugehört und vom Land entsprechend gefördert werden muss. Und der Verband Metropolregion Rhein-Neckar ist allein schon auf Grundlage des geltenden Staatsvertrags, der den Verband als Träger, Koordinator und Förderer im Kulturbereich verpflichtet, aufgerufen, sich bei diesem Projekt tatkräftig einzubringen.

Wichtig ist mir vor allem, dass wir die notwendigen Sanierungsprojekte in Mannheim gut gegeneinander abwägen, statt sie in hitzigen Diskussionen gegeneinander auszuspielen.

 
 

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