Bundestagsabgeordnete für vier Tage – Mannheimerin beim Planspiel Jugend und Parlament im Deutschen Bundestag

Veröffentlicht am 18.06.2014 in Allgemein

Ein Bericht von Sarah Vester, 18. Die Mannheimerin nahm vom 31. Mai bis 3. Juni zusammen mit 315 weiteren jungen Menschen aus ganz Deutschland am Planspiel Jugend und Parlament des Deutschen Bundestages teil.

"Im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament“, zu dem ich von Stefan Rebmann eingeladen worden war, durfte ich im deutschen Bundestag das Arbeiten einer Abgeordneten nachempfinden.

 

Samstagmorgens ging es von Mannheim aus los nach Berlin. Dort angekommen stiegen wir gleich in das Rollenspiel ein. Wir bekamen unsere Rollen zugewiesen,  die wir in den nächsten Tagen ausfüllen würden. So wurde also aus der 18-jährigen Mannheimerin Sarah Vester die 57-jährige Lena Schuster, die mit ihrem Mann und drei Kindern ein Hotel führt. Ansässig in Mecklenburg-Vorpommern, war ich jetzt ein Mitglied der Christlichen Volkspartei CVP – eine Position, die ich im wahren Leben nicht wirklich vertrete.

Der nächste Tag begann früh. Um sieben Uhr gab es Frühstück. Dort erwartete uns schon die fiktive Tageszeitung „Adler Kurier“. Innerhalb unseres Planspiels gab es nämlich auch eine Presse, die täglich über die Geschehnisse des Vortages berichtete.

Der Tagesplan war breit gefächert und beinhaltete allerlei an Aufgabenfeldern einer Abgeordneten. Fraktionssitzungen, Arbeitsgruppensitzungen und ein Pressegespräch standen auf der Tagesordnung und erstreckten sich bis spät in den Abend hinein.

Am darauf folgenden Tag wurde im Plenarsaal die Plenardebatte eröffnet und die erste Lesung eines Gesetzentwurfes erfolgte. Anschließend ging es in die Ausschusssitzungen. Ich war Mitglied im Ausschuss „Arbeit und Soziales“. Hier diskutierten wir über einen Gesetzesentwurf, der vom Bundesrat eingebracht worden war. Dieser behandelte das Thema „Fahrerlaubnis bei älteren Menschen“. Hierbei kam es zu intensiven Gesprächen der verschiedenen Fraktionen, wodurch uns bewusst wurde, wie schwer es ist zu einer gemeinsamen Position zu kommen.

Im Anschluss daran machte ich mich auf den Weg zu meinem Abgeordneten Stefan Rebmann, der mich in sein Büro eingeladen hatte, und mir spannende Einblicke in seine parlamentarische Arbeit gab.

Leider mussten wir das informative Gespräch aufgrund der nächsten Sitzung des Planspiels bald wieder beenden. Die verbliebenen Fragen konnte ich aber bei einem gemeinsamen Abendessen stellen, so dass keine Frage unbeantwortet blieb.

Was ich nach meiner Rückkehr in die Fraktionssitzung erfuhr, war bedrückend. Unser Koalitionspartner, die Arbeitnehmerpartei Deutschlands, APD, drohte uns mit einem Koalitionsbruch, da ihnen unser Änderungsantrag zu einem Gesetzesentwurf nicht passte. Nach hitzigen Diskussionen konnten wir uns aber doch noch einigen.

Am letzten Tag als Abgeordnete kam wohl bei jeder Teilnehmerin und jedem  Teilnehmer Wehmut auf. Allerdings war zum Trübsal blasen nicht lange Zeit, denn es stand das Finale des Planspiels im Plenum an: Die zweite und dritte Lesung aller vier Gesetzesentwürfe, die anschließende Diskussionsrunde mit den Vorsitzenden der vier im Bundestag vertretenen Fraktionen und last but not least das Schlusswort des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert.

Einige unserer Mitglieder zeigten in emotionalen Reden ihr rhetorisches Talent, während die Opposition mit allen Mitteln versuchte, die Regierung noch auf ihre Seite zu ziehen. Es war beeindruckend.

Nachdem wir nun nach getaner Arbeit unsere wahre Identität wieder annehmen durften, wurde uns also in 1 ½ Stunden die Möglichkeit geboten, den Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktionen unsere Fragen zu stellen. Diese wurden dann einzeln beantwortet und erörtert.

Am Dienstagnachmittag gingen für mich vier unvergessliche Tage zu Ende. Abschließend kann ich nur sagen, dass die Zeit in Berlin einfach großartig war. Es war ein Erlebnis, das ich wohl nie vergessen werde und an das ich jederzeit mit Freude zurückdenken werde.

Ich habe in Berlin viele neue und tolle Leute kennengelernt und habe erfahren, wie anspruchsvoll das Leben eines Abgeordneten ist. Da die Arbeit von früh morgens bis spät in den Abend andauert, ist es sehr anstrengend und kräftezehrend, aber es muss toll sein.

Letztendlich bleibt mir nur all denjenigen „DANKE“ zu sagen, die diesen Besuch in Berlin überhaupt möglich gemacht haben. Ein herzliches Dankeschön auch an Stefan für die Nominierung. Es war eine unglaubliche Zeit!"

 
 

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