Rüya-Magazin: Stefan Rebmann: "Arbeit muss sich lohnen".

Veröffentlicht am 24.09.2009 in Presseecho

v.l.: Ali Müller, Stefan Rebmann, Mehmet Ali Sen. Bild: Rüya Magazin

Im Interview mit dem Rüya-Magazin spricht Stefan Rebmann über seine Vorstellungen von Integration und echter Teilhabe sowie über die Begriffe "Ausländer" und "Gastarbeiter".

Rüya: Herr Rebmann, Sie treten bei der Bundestagswahl für die SPD Mannheim an. Zunächst die Frage: Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrem Wahlprogramm?

Rebmann: Ich bin Gewerkschafter. Ich habe mit Familien gearbeitet, die Kinder haben. Vor allem ist für mich wichtig die bestehenden Arbeitsplätze zu garantieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Unabhängig von der Nationalität muss der Arbeitsmarkt faire Chance auf fairen Lohn bringen.

Der andere Punkt, den ich für wichtig halte, ist das Thema der Integration. Integration bedeutet für mich eine echte Teilhabe.

Die Begriffe "Ausländer" und "Gastarbeiter" finde ich falsch, denn Sie sind unsere Bürger. Solch eine Differenzierung in unserer Gesellschaft brauchen wir nicht. Wenn ich eine Firma betrachte, ist für mich wichtig, welche Wirtschaftskraft, wie viel Arbeitsplätze und welche kulturelle Vielfalt die Firma bietet.

Unabhängig von der Nationalität muss jeder von der Grundschule bis zum Gymnasium eine faire Chance auf Bildung haben. Wir müssen wissen, welche Probleme unser Schulsystem hat. Natürlich muss man das Lernen der deutschen Sprache fördern, dennoch ist die Mehrsprachigkeit ein Reichtum für unsere Gesellschaft.

Aber wenn wir uns die aktuellen Probleme anschauen, müssen wir sagen, dass die Dinge nicht so laufen, wie wir es uns wünschen.

Rebmann: Wissen Sie, die Gesellschaft muss die unterschiedlichen Kulturen akzeptieren, tolerieren und erst nehmen. Ein wichtiger Aspekt für mich ist der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung. Teilhabe bedeutet für mich Mitsprache und Mitbestimmung in der Gesellschaft. Menschen, die integriert sind, treten selbstbewusster auf. Eine erfolgreiche Integration hat zwei Seiten: Eine Seite ist, dass wir Integration wollen.

Auf der anderen Seite muss die Bereitschaft da sein, zusammen zu arbeiten. Für eine erfolgreiche Integration muss man beide Seiten zusammenführen. Wir müssen die Eltern erziehen. Natürlich ist es auch wichtig, dass man sich den bestehenden Bedingungen in Deutschland anpasst.

Können Sie sagen, für welche Mannheimer Projekte sie sich einsetzen werden?

Rebmann: Wir brauchen in Mannheim eine gute Verkehrsinfrastruktur. Wir müssen Oberbürgermeister Peter Kurz mit seinem "Mannheim Plan" unterstützen.

Auch die Mannheimer Unternehmen brauchen unsere Unterstützung. Ein besonderes Anliegen gilt der Medizintechnik, Solartechnik, Grundstoffindustrie und Pharmaindustrie. Wir haben hierfür die nötige wissenschaftliche Infrastruktur in unserer Stadt. Mannheim hat eine Universität und eine Fachhochschule, die eine besondere Rolle für die Forschungen spielen.

Ich will fortführen, was Lothar Mark begonnen hat: Ich will versuchen, dass mehr Geld aus Berlin für Mannheim bereit gestellt wird (z.B. für Bildung).

Herr Rebmann, wir danken Ihnen für das Gespräch
.

Rebmann: Ich bedanke mich auch bei Ihnen, dass Sie mir die Chance geben, meine Projekte zum Ausdruck bringen zu können.

 
 

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